Sonntag, 30. März 2014

Ja, geliebte Mutter Maria, ich erinnere mich noch an unser Gespräch vor etwa 3 Monaten.

Ich hätte seinerzeit noch nicht den Mut aufbringen können, deine Worte an mich authentisch wiederzugeben, geschweige denn zu veröffentlichen. Nur was soll der Sinn des Ganzen sein, wenn nicht deiner Bitte folgend deine Worte veröffentlichen. So wie du meine Worte führst, so führst du sicher auch unsere Leserschaft. Ich bitte noch einmal extra darum: Bitte führe die Leserschaft dieser speziellen Lektüre auf diese und auf dieser Seite. Ich möchte nicht, dass jemand bei unserer Lektüre in seinem Glauben verletzt wird.

Ich glaube eher, dass jemand von der Vorhut einer Kirche verletzt wird, die seit jeher Schwierigkeiten damit hat, uns authentisch darzustellen.

Und warum ich als Darsteller?

Weil du ein reines Herz hast und nicht mehr, aber auch nicht weniger daraus machst, als erforderlich. Umso reiner und umso klarer, umso näher an der Wahrheit.

Ich glaube nicht an "die eine Wahrheit". Ich glaube an viele Wahrheiten. Genau genommen an so viele, wie es Menschen gibt.

Und genau auf diesem Podest stehen wir gemeinsam. Wir predigen dasselbe. Und jetzt streiche dein Gewand glatt, richte dich auf und berichte, was ich dich zu meiner Mutterschaft von Jesus, dem kleinen Jesus, wissen ließ. Im Namen der einzig einen Wahrheit, die uns alle umgibt.

Liebe Mutter Maria, du sagtest mir, dass die ersten Jahre mit Jesus für dich, für ihn und alle Betroffenen sehr schwer waren. Er war zu  der Zeit durchaus nicht der Heilige, der uns Glauben gemacht werden soll durch die heilige Schrift.

Oh doch, das war er! Nur wusste er es selbst noch nicht. Und so konnte er es niemanden wissen und spüren lassen. Aber mein Mutterherz, das wusste es... Und ich hörte nicht auf, für das zu beten, was ich da spürte. Er war so verletzlich... so zart... und dann wieder so wütend.... Er war ganz einfach ein im Gebet keimender Mannerstrauch. Eine wertvoll keimender Mannerstrauch, der baldigst viele Menschen speisen würde. Ja, mir wurde die Entwicklung meines Kindes preisgegeben.

Du erzähltest mir von einer starken Impulsivität deines Sohnes Jesus und dass ihr deswegen oft eures Platzes vertrieben und gar verscheucht wurdet. Wenn Jesus wütend war auf seinen Vater und das war er oft, da sein Vater häufig wütend auf ihn war, legte er Feuer. Du erzähltest mir, dass dein Sohn dermaßen impulsiv und aggressiv zuweilen war, das ihr mancherorts förmlich geächtet wurdet. Es kam immer wieder zu Bedrohungen und Anfeindungen eurer gesamten Familie, ausgelöst durch dieses Kind Namens Jesus. Und wieder und wieder musstet ihr des mittens der Nacht euer Lager verlassen, um Schlimmeres zu vermeiden.

 Dafür bekam er fürchterliche Schläge von seinem Vater. Dabei war es doch genau dieses Feuer in ihm, dass seine Leidenschaft zu Gott entzündete und ihn am Brennen hielt. Bis an sein eigenes Kreuz. Die Beiden waren wirklich so häufig so wütend aufeinander. Ständig ging es rauf und runter, drunter und drüber. Wenn der kleine Jesus des Abends zur Ruhe finden sollte, weinte er in meinen Armen. Ich habe dann für ihn gebetet. Immer wieder und immer fort. Das war das einzige in meiner Macht stehende: BETEN. Und ich habe es getan. Aus ganzem und tiefstem Mutterherzen. Dem höchsten Gut, dessen ich mächtig war und bin.

Jesus verfolgte meine Gebete. Die Gebete seiner Mutter, in deren Armen er weinend lag. Ich sollte ihm dabei immer die Augen zuhalten, weil er sich so sehr schämte. Schämte für etwas, dass er selbst nicht verstand. So war es das erste Mal als er so 8-9 Jahre alt war, da er begonn mitzubeten. Bald schon hatte er eine beachtliche Kraft im Gebet und die Beziehung zu seinem Gott Vater, unser aller Vater, war schon aus gutem Holz. Weich und fest zugleich und Gott selber formte dieses Holz kontinuierlich. Bis Jesus sich eines Tages direkt an Gott wandte und ihn bat, ihm den Teufel zu entziehen. Zu oft hatte er gehört, er trage den Teufel in sich. Gott fragte ihn, ob er das wirklich glaube. Jesus antwortete mit:

"Nein, Vater. Nichts von diesem Dämonenpalaver glaube ich. Ich glaube nur an dich." 

Gottes Antwort lautete: "Und schon bis du befreit." 


So hatte Jesus gelernt, das uns nach unserem Willen und unserem Glauben geschieht und er seinen Willen und seinen Glauben in Gottes Wege und Dienste bringen konnte. 

Und wollte.