Donnerstag, 27. Februar 2014

Keine Angstgefühle mehr, ich fühle mich erfüllt vom heiligen Geist. Was für mich wohl am ehesten Gottvertrauen bedeutet. Im Nachhinein betrachtet war es mir ein willkommener Impuls zur Auseinandersetzung mit den Inhalten der Angst.

Gott, du gibst mir so sehr was ich brauche... sei es für mein körperliches, mein geistiges oder mein Seelenwohl. Für alles hast du mir etwas zu geben. Ich kann dir nicht genug danken. Was für ein Geschenk allein das Gefühl der Dankbarkeit ist. Und wie viele Menschen um mich herum du wirklich so gut gemacht hast... durch ihre Erfahrungen... Menschen, die sich aufgrund ihrer Erfahrungen ganz bewusst entschieden haben zu sein, wie sie sind und zu tun, was sie tun. Und das in deinem Sinne. In deinem Sinne für mich. Das ich mich darin eingebettet fühlen darf... Gott, ich danke dir aus tiefstem Herzen.

Und jetzt zum unangenehmen Teil... Jesus, mit deiner Hilfe, bitte...

Es gibt nichts Unangenehmes, fahre fort.

Nun gut... Du bittest mich, die Erfahrung meiner letzten Reinigungsmeditation originalgetreu zu beschreiben, so will ich es tun:

Du bedeutetest mir, so ruhig es nur geht zu liegen. Auch gedanklich. Körperlich und gedanklich nicht bewegen, Ruhigstellung, so gut ich das hinbekomme. Es kamen die ersten Bilder, die ich mit deiner Hilfe als Testbilder identifizieren konnte.... Wir waren noch nicht, wo du mich hinführen wolltest... ich denke, die Testbilder waren Teil deiner Reinigung... Ein Bewusstmachen des Abgleitens in eine nicht hilfreiche Bilderwelt für diese Meditation... Du sagtest:

Nicht erschrecken, was jetzt kommt, kann weh tun. 

Ich sah, wie mir eine Hülle entfernt wurde und wartete aufgrund deiner Warnung auf einen physischen Schmerz beim Entfernen. Aber da war kein physischer Schmerz. Und dann begann die eigentliche Schau...

"Wir wollen dir das Leichentuch entreißen! Es wird Zeit, das du gesund wirst!"

Es war wie ein Schwarm von Frauen auf einem Platz in früherer Zeit. Wenige Männer waren auch darunter. Und es war wie ein wildes Durcheinanderschnattern. Die ganze Schar auf dem Platz war aufgebracht, hektisch und fordernd. Sie riefen immer wieder durcheinander: "Wir wollen dein Leichentuch, wir wollen dein Leichentuch! Wir werden es dir entreißen!" Ich suchte dich mit Blicken und du sagtest mir:

Schau dir diese Schar dummer Gänse an. Ihre Dummheit lässt sie wild durcheinanderschnattern. Sie sind dumm, denn sie wissen nicht in welchem Hof sie ihr Futter picken sollen, wenn dieser Hof geschlossen bleibt.

Uff, diese Wortwahl hat mich erschrocken. Im nächsten Bild sah ich dann mein Leichentuch auf mir liegen. Ein weißes Leinentuch, in das sich ein transparentes Türkis einzufügen begann. Das Türkis begann sich auszubreiten, den Hof und somit die Anwesenden im Hof zu erfassen. Dann war das Tuch gar nicht mehr zu sehen... alles und auch ich waren in diesem transparenten Türkis. Mir wurde schon vor langem bewusst gemacht, dass dieses Türkis meine Seelenfarbe ist. Für mich bedeutete es also, das sich meine Seele im Hof verbreitete...

Jetzt werden sie wissen, das du nicht tot bist. Diejenigen unter ihnen, die das erfassen können mit ihren Sinnen. Alle anderen werden es wissen, wenn sie dir nachfolgen.

"Dumme Gänse" tat weh. Da kam deine Warnung nicht von ungefähr. Und es hat mich ein wenig erschrocken, aus deinem Munde.

Manche Dinge müssen benannt werden, um sie zu entkräften.

Hilf uns, das zu verstehen...

Möge sich jeder sein eigenes Bild machen und seine eigene Lehre ziehen. So wie die dummen Gänse unter wildem Schnattern jetzt ihre Lehren ziehen. Wir alle sind dumm, um Lehren zu ziehen.

So schlicht und simpel diese Aussage wohl einfach wahr ist... mit dem Wort "dumm" tue ich mich schwer und es ist mir nach wie vor unangenehm, dich in diesem Fall so wörtlich zu zitieren.

Sorge dich nicht um meine Worte. Sie bewirken Rechtes.

In diesem Vertrauen und nur in diesem Vertrauen komme ich deinem Wunsch nach, es genau so nieder zu schreiben.

Dafür danke ich dir sehr. 

Ganz besonders für meine Familie:
http://www.joyce-meyer.de/fuer-jeden-tag/tv-onlinesendung/onlinesendung/vidary/Video/watch/vertrauen-heisst-nicht-verstehen-1/

http://www.joyce-meyer.de/fuer-jeden-tag/tv-onlinesendung/onlinesendung/vidary/Video/watch/vertrauen-heisst-nicht-verstehen-2/

Das Futter im Hofe Gottes geht nie aus.

Sonntag, 23. Februar 2014

Der zweite Tag im Hospiz. Ein wunderbares Haus, in dem ich mich bereits bei der Besichtigung sofort wohlgefühlt hatte und intuitiv wusste: "Genau hier."

Und gestern ging es mir schon gar nicht gut. Fühlt es sich so an, zu sterben? Das erste Mal seit sehr langer Zeit stellten sich Angstgefühle vor dem Sterben ein. Sie sind ganz sicher eng an körperliche Symptomatik wie Enge in der Brust, Luftnot, Herzklopfen, Herzschmerzen gekoppelt... Ob man sie überhaupt solcher physischer Vorgänge entkoppeln kann?

Jesus, du warst da... du legtest mir deine eine Hand auf die Stirn und die andere schobst du unter meine Medulla Oblongata. Du sagtest, ich solle mich öffnen, um den heiligen Geist zu empfangen. Für einen kurzen Moment sah ich ein weißes Licht (was ich wohl so erwartete), es war aber dann schnell rosa... ein lichtes, schönes rosa mit Sprenkeln wie Kristallen... unerwartet und wunderschön. Ich öffnete mich so weit ich konnte und war sehr gespannt, was da nun geschah, bzw. sich ändern würde.

Fortan, wenn die körperliche Symptomatik sich nach dem Entzug letzter Kraft anfühlte, kam mir folgender Satz in den Sinn:

"Was immer ich jetzt von mir gebe, was immer da aus mir fließt, ich gebe es direkt an dich, Jesus."

Und ich werde es für dich verwalten. Bis du hier bist und wir es gemeinsam tun. In unseren Händen soll und wird es liegen. Alles, das dir wichtig ist. Ich liebe dich.

So erlebte ich die kommenden Episoden des gefühlten Kräfteverlustes dieses Tages mit einem Lächeln auf den Lippen...

Danke Jesus, was könnte ich mehr tun, als dir danke zu sagen. Danke und ja, ich liebe dich auch. Ich liebe dich und auch deine Mutter Maria und unseren Gott Vater. Und ich danke, danke, danke auch Ihnen.

AMEN und HALLELUJAH!

Montag, 17. Februar 2014

Heilung oder Einzug in Gottes Haus... So lese ich es in meinem Eintrag vom 29.12.13.

Habe ich denn vergessen, dass der Titel meiner eigenen Webseite lange Zeit den Titel trug: " Heilung hat viele Gesichter"?

Bereits kurz nach meiner Diagnose war mir nur allzu bewusst, dass physisches Sterben die höchste Form der Heilung eines irdischen Lebens sein kann, wenn nicht sogar tatsächlich ist. Unser Sterben als der krönende Abschluss unserer Lebens, das mit unserer Ankunft zur Geburt gefeiert wurde. Warum nur wird in unseren Breitengraden vergessen, die Vollendung unserer Leben mit derselben Freude und Dankbarkeit zu feiern, wie die Ankunft in unser Leben?

Auch das wäre ein wunderschönes, mögliches Gesicht der Heilung, oder nicht?

Zurück zum Eingangsthema.

Es gibt immer wieder Menschen, die mir schreiben: "Ich sehe dich total gesund! Du wirst wieder ganz gesund werden! Du wirst geheilt!"

Und ich möchte sie umarmen vor Freude und ihnen sagen: "Ja, ja und jaaaaaa! Ich sehe mich auch gesund! Ich bin tatsächlich geheilt und ich werde es noch! Jeden Tag immer noch und noch ein Stück mehr! Wenn meine Stunde gekommen ist, sterbe ich als der gesündeste und geheilteste Mensch unter Gottes Sonne!"

Aus meiner jetzigen Position kann ich es wirklich nur so sagen: Die Heilung, die mir in Gott widerfahren ist, hat mit körperlicher Gesundheit so gar nichts zu tun. Und ich denke, wir tun gut daran, diese zwei Begriffe tatsächlich ein wenig zu entkoppeln. Einem Schwerkranken Heilung zu wünschen, ist eine ganz wunderbare Sache... Vielleicht sollte sie sich in unseren Gedanken aber nicht unbedingt oder ausschließlich auf das körperliche Wohl oder die körperliche Gesundung beziehen. In einem gewissen Stadium der Erkrankung, anders gesagt an einem gewissen Punkt der seelischen Entwicklung, ist das Seelenheil für das Wohlergehen wichtiger, als eine unbedingte Gesundung des Körpers. Und da kann ich nur sagen, bin ich reich beschenkt. Beschenkt mit einer angemessenen Traurigkeit und beschenkt mit einer ebenso angemessenen Freude.

Ich habe lange Zeit gesucht... Viele Seminare und Workshops besucht... Schon lang vor meiner Diagnose, was meine Diagnose für mich eigentlich noch niederschmetternder machte. Ich war doch schon "so weit"! Mich New-Age-Gedanken voller Hoffnung hingegeben... Ja, ich habe mir einige Strohhalme gesucht, die für mich leichter brachen als ein vertrockneter Halm im Wind. Und genau darum ging es wohl. Zu erkennen, was es mit der ein oder anderen geistigen Gesetzmäßigkeit auf sich hat. Zumindest galt dieser Frage mein Interesse. Es kann und wird nie die eine letzte Antwort für mich geben... Die Gesetzmäßigkeit meiner Entwicklung macht das glücklicherweise unmöglich. (Wenn ich nur ausdrücken könnte, wie sehr ich mich auf die Ansichten und Einsichten der kommenden Form freue!) Ebenso wie es glücklicherweise niemals den einen Weg für Alle geben kann und wird.

Der individuelle Erfahrungsweg ist eines jedes Menschen Heiligtum.

Aber eines habe ich erfahren: Das, was wir heute Spiritualität nennen, ist eine Marketingmaschinerie. Alles, das sie der materiellen Welt anheimst, tut sie selbst. Und vielleicht noch etwas brutaler. Durch irrationale Versprechungen Hoffnungen zu schüren, die einen sehr schmerzenden Scherbenhaufen enttäuschter Hoffnungen hinterlassen, ist mir einfach ein Greuel.

Hoffnung gibt es allein bei Gott. Kein menschliches Verfahren kann euch vor einer enttäuschten Hoffnung bewahren. Die Schulmedizin hat ihre Grenzen, alternative Verfahren haben ihre Grenzen und die Versprechen in dem, was ihr heute Spiritualität nennt, sind leider grenzenlos. Die Spiritualität der neuen Marken ist  euch kaum eine Hilfe von Dauer. Sie hat mit wahrem Glauben nicht viel zu tun. Im Gegenteil, sie verhindert den wahren Glauben. Und für diese Erkenntnis ist sie gut. Auch ich bin mehr der Begleiter deines Zuges als der Kontrolleur in ihm, als dir hier und dort glaubhaft gemacht werden möchte.

Irrlichter sind die Leuchten am Wege eines dunklen Weges. Mögen sie euch zur Orientierung dienen.

Jesus, ich habe das mit dem Glauben und der einzigen Hoffnung bei Gott lange nicht verstanden. Bis mir das Zitat von Vaclav Havel begegnete:

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.


Ist dieses Zitat so eine Orientierungshilfe?


Ja, unbedingt. Es wurde von Vaclav Havel in einem Moment der Inspiration geschrieben und hat absolute Gültigkeit. Gott ist der Sinn und der Sinn ist Gott.


In eurem Glauben ist es oft so, dass Gott den Dingen Sinn verleiht. Das ist, wie es sich für euch darstellt. Wahrhaftig ist Gott der Sinn und der Sinn Gott.

Amen und Hallelujah.
Mein lieber Jesus... vor ca. einem Jahr übergab ich dir in einem Befreiungsgebet, ganz unter uns, mein Leben. Nur du und ich... nur mein Wunsch, mein Leben mit all´ seinen Sünden und meiner Reue vor dich und somit vor Gott zu bringen. Nur die Bitte um Führung für den letzten Lebensabschnitt... nur das Bedürfnis, Gott in dieser Zeit noch bestmöglich zu dienen. Und das unter deinem Geleit.

Es ist mein am stärksten gefühltes Gebet, der letzte, große, gebliebene Wunsch meines Lebens und ich weiß, das ich ihn mit zu dir hinübernehme. Gemeinsam mit dir, Jesus, möchte ich dann meinen Gott Vater bitten mir zu zeigen, wie ich ihm am besten dienen kann. Direkt aus seinem Wirkreis heraus.

Aber nun zum Update: Vorgestern Nacht habt ihr mir eine schlaflose Nacht geschenkt. Und da ist mir doch tatsächlich Jesus 2.0 eingefallen. Oder Gott 1.0:

Dir, Jesus Christus, habe ich mein Leben, mein irdisches Sein zum Geleit übergeben... jetzt übergebe ich meinem Gott Vater meine Seele!

Es war so schön. Obwohl er sie immer schon gehalten und getragen hatte, wie er mir sagte, nahm er sie jetzt entgegen wie das kostbarste Geschenk, das ich ihm nur hätte machen können. Seine Freude über meine Darbringung, mein gezeigtes Vertrauen in ihn... er war anscheinend noch glücklicher als ich.

Singen, beten und lachen... Das waren die drei Worte, die mir in diesem Moment in den Sinn kamen... singen, beten und lachen...Vielleicht ist das schon alles, das so eine Seele zu ihrer Freude und zur Freude Gottes tun muss... singen, beten und lachen...

Ja, singen, beten und lachen. Vor Gott, für Gott und mit Gott. Ich schließe für einen Moment meine Augen und tue es. Jetzt.
"Die Männer von denen wir hier sprechen, scheren sich nicht um Frauen, die ihre Kinder am Strand verlieren. Geschweige denn heiraten sie eine Dame solchen Schlages."

So stand es da, schwarz auf weiß, in diesem "Ich-angle-mir-den-perfekten-Mann-Büchlein", das meine Busenfreundin mir mit Mitte 20 schenkte, damit wir derart informiert bis spätestens 30 alle beide "gut" verheiratet wären.

Durch Mark und Bein fuhr mir dieser Satz. Denn eben eine Dame diesen Schlages war ich.

Ich verlor mein Kind in der hochbelebten Einkaufsmeile... Mein Kind verließ mit einem Jahr Lebensalter unsere Wohnung, als ich mittags vor dem Fernseher einschlief... Wenn alle Kinder schon vom Hort abgeholt waren, wartete mein Sohn auf seine Mutti, die mal wieder die Zeit vergessen hatte... usw. usf. Kurzum: Es hatte definitiv einen Grund, das ich mich mit 35 - statt gut verheiratet - in Psychotherapie befand. Ich war am Boden zerstört, Selbstwertgefühl war nur ein Begriff im Duden. Wie zur Hölle war es möglich, das ich meinem Kind Dinge dieser Art antat? Ich hatte 4 Jahre auf meinen Sohn gewartet. Als ich endlich schwanger war, gab es kein Buch, das ich nicht verschlungen hätte, um für alles nun Kommende vorbereitet und vorgebildet zu sein. Psychologisch wie praktisch. Von der Schwangerschaft über die Geburt bis zur Einschulung. Wenn mir der Lesestoff bezüglich Schwangerschaft, Geburt und Synapsen ausging, las ich mit einem wenige Wochen alten Fötus im Bauch wie sich die Pubertät handeln lässt, ohne die Beziehung zum eigenen Kind zu gefährden. Wenn es etwas in meinem Leben geben würde, das ich gut machen würde, dann das Mutter werden und sein. Das war mein heiliges Versprechen an mich selbst und an mein Ungeborenes. Nein, mehr als das. Es war auch eine tiefe Überzeugung in mir. Der Wunsch, meinem Kind ein wirklich warmes und liebevolles Nest mit allen Möglichkeiten einer seelisch und geistig glücklichen Entwicklung zu schenken, war in mir so stark - ich war so motiviert und engagiert, da konnte nichts schief gehen.

Jesus... heute, wo ich dich mir so nahe fühle, frage ich dich: Wie konnte es da doch an mir wichtigen Punkten schief gehen?

Es gibt nur Liebesdienste unter den Menschen und deiner war wahrlich groß.

Jesus, bitte... Selbstbeweihräucherung kann die Antwort nicht sein... Ich suche Vergebung. Ich möchte es schaffen, mir das selbst zu vergeben und ich möchte es zur Vergebung vor dich und Gott bringen. Meinem Kind auf der Bettkante zu sagen, wie sehr ich es liebe und es am nächsten Tag vergessen aus dem Hort zu holen... Für mich ist da etwas sehr schief gelaufen!

So mancher schiefer Weg mündet direkt in die Zielgerade, liebe Mel. Und deine Liebe hat ihr Ziel erreicht.

Jesus, ich hätte meine Liebe doch lieber in Zuverlässigkeit gezeigt, als sie als Lippenbekenntnis abzugeben.

Woher kommen die Tränen, die du jetzt weinst? Sie kommen direkt aus deinem Herzen. Und dieses Herz ist dir nicht neu. Dein Sohn ist direkt aus ihm geboren. Du weißt das, er weiß das und wir wissen es auch. 

Und dieses Herz lässt mich meine Schuld fühlen.

Wie könnte ein reines Herz sich schuldig machen? Erinnerst du dich, eines der Dinge für die du dich schuldig fühlst, sehenden Auges getan zu haben? 

Davor hat Gott mich wohl bewahrt.

Für was also willst du dich nun schuldig fühlen? Für deine Unzulänglichkeit? An der du dich sogar jetzt, im Angesicht deines Todes, noch zu verbessern suchst? 

Das Gericht, das du gegen dich selber führst ist nicht deines und das Urteil, das du gegen dich führst, ist ebenfalls nicht deines. 

Danke, Jesus. Danke. Du rückst die Dinge an ihren Platz. Danke. Und wenn mir auch ein Schmerz erhalten bleibt... ein Schmerz, der offensichtlich nur meiner ist... so will ich ihn annehmen. Den Schmerz meiner Unzulänglichkeit. Den Schmerz, immer mal wieder nicht nach eigentlich vorhandenem Wissen und Gewissen, sondern im Vergessen und Affekt gehandelt zu haben.

Seit deiner ADHS-Diagnose weißt du, warum es so war. Da hast du deine Erklärungen bzgl. deiner Unzulänglichkeiten und somit auch den Weg zur Selbstvergebung gefunden. 

Erklärungen in der Diagnose ja, vereinfachte Selbstvergebung dadurch auch, ja. Ein dahinter Verstecken, alles Wegentschuldigen, darauf ausruhen... niemals. Wer hat keine Herausforderungen, Jesus... Wir alle müssen uns stellen.

Und genau das hast du immer getan. Nicht selten sogar über Gebühr. Du hast nicht mehr zu zahlen, in keinster Form. Keine Schuld, keine Schulden, keine Schuldgefühle. Du hast nur noch zu bekommen und du wirst bekommen.

Wenn sich nur ein Bruchstück deiner Verheißung für mich erfüllt, werde ich das glücklichste Wesen in Gottes Reich sein. Und wenn ich dann nur ein Bruchstück von meinem Glück meine Hinterbliebenen spüren lassen könnte, könnten sie es in Momenten ihrer Trauer mit mir teilen. Und sich vielleicht sogar mit mir freuen? Das ist mein Wunsch. Das jede geweinte Träne auch Glück und Freude enthält. Glück und Freude darüber, das ich zu dir Jesus und zu Gott gefunden habe und somit an keinem besseren Ort dieser Welt sein könnte. Glück darüber, das sich deine Verheißung für mich erfüllt und ich die Dinge, die mir hier wichtig waren, in deiner Gegenwart vervollkommnen darf. Zu meinem Besten und zu ihrem Besten.

Und wie wir das tun werden. Das Glück für dich und deine Hinterbliebenen wird unermesslich sein.