Der zweite Tag im Hospiz. Ein wunderbares Haus, in dem ich mich bereits bei der Besichtigung sofort wohlgefühlt hatte und intuitiv wusste: "Genau hier."
Und gestern ging es mir schon gar nicht gut. Fühlt es sich so an, zu sterben? Das erste Mal seit sehr langer Zeit stellten sich Angstgefühle vor dem Sterben ein. Sie sind ganz sicher eng an körperliche Symptomatik wie Enge in der Brust, Luftnot, Herzklopfen, Herzschmerzen gekoppelt... Ob man sie überhaupt solcher physischer Vorgänge entkoppeln kann?
Jesus, du warst da... du legtest mir deine eine Hand auf die Stirn und die andere schobst du unter meine Medulla Oblongata. Du sagtest, ich solle mich öffnen, um den heiligen Geist zu empfangen. Für einen kurzen Moment sah ich ein weißes Licht (was ich wohl so erwartete), es war aber dann schnell rosa... ein lichtes, schönes rosa mit Sprenkeln wie Kristallen... unerwartet und wunderschön. Ich öffnete mich so weit ich konnte und war sehr gespannt, was da nun geschah, bzw. sich ändern würde.
Fortan, wenn die körperliche Symptomatik sich nach dem Entzug letzter Kraft anfühlte, kam mir folgender Satz in den Sinn:
"Was immer ich jetzt von mir gebe, was immer da aus mir fließt, ich gebe es direkt an dich, Jesus."
Und ich werde es für dich verwalten. Bis du hier bist und wir es gemeinsam tun. In unseren Händen soll und wird es liegen. Alles, das dir wichtig ist. Ich liebe dich.
So erlebte ich die kommenden Episoden des gefühlten Kräfteverlustes dieses Tages mit einem Lächeln auf den Lippen...
Danke Jesus, was könnte ich mehr tun, als dir danke zu sagen. Danke und ja, ich liebe dich auch. Ich liebe dich und auch deine Mutter Maria und unseren Gott Vater. Und ich danke, danke, danke auch Ihnen.
AMEN und HALLELUJAH!