und nahm die Bibel vom Altar. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, wirklich Trost und Stärke aus der Bibel ziehen zu können. Vielleicht habe ich einfach weit genug hinten aufgeschlagen... Den zürnenden Gott, dessen Rache und Zorn es zu fürchten gilt, den lese ich einfach nicht gern und das hat mir die Bibel oft verleidet. Zu oft habe ich die Bibel bei dieser Lektüre zu schnell fortgelegt.
Danach schaute ich in das Schränkchen im Raum der Stille.
Die erste Schublade, die ich aufzog: Voll mit Taschentücherpaketen. Die Zweite: Kerzen, Teelichter. Unten Bibeln und Gesangbücher... und im letzten ein noch leeres Gästebuch und... der Leitfaden zur Aussegnung. So etwas Schönes... Ich hatte schon begonnen, meine Aussegnung mit dem Personal hier durchzusprechen und da las ich den Rahmen zu meinen Wünschen. So schön. Zu Tränen berührt hat mich unter Anderem das hier:
Wenn es so weit sein wird
mit mir
brauche ich den Engel
in dir
bleibe still neben mir
in dem Raum
jag den Spuk der mich schreckt
aus dem Traum
sing ein Lied vor dich hin
das ich mag
und erzähle was war
manchen Tag
zünd ein Licht an das
Ängste verscheucht
mach die trockenen Lippen
mir feucht
wisch mir Tränen und Schweiß
vom Gesicht
der Geruch des Verfalls
schreck dich nicht
halt ihn fest meinen Leib
der sich bäumt
halte fest was der Geist
sich erträumt
spür das Klopfen das schwer
in mir dröhnt
nimm den Lebenshauch wahr
der verstöhnt
wenn es soweit sein wird
mit mir
brauche ich den Engel
in dir
Quelle: Friedrich Karl Barth/Peter Horst
mit mir
brauche ich den Engel
in dir
bleibe still neben mir
in dem Raum
jag den Spuk der mich schreckt
aus dem Traum
sing ein Lied vor dich hin
das ich mag
und erzähle was war
manchen Tag
zünd ein Licht an das
Ängste verscheucht
mach die trockenen Lippen
mir feucht
wisch mir Tränen und Schweiß
vom Gesicht
der Geruch des Verfalls
schreck dich nicht
halt ihn fest meinen Leib
der sich bäumt
halte fest was der Geist
sich erträumt
spür das Klopfen das schwer
in mir dröhnt
nimm den Lebenshauch wahr
der verstöhnt
wenn es soweit sein wird
mit mir
brauche ich den Engel
in dir
Quelle: Friedrich Karl Barth/Peter Horst
Mutter Maria, du bist das Sinnbild der Geburt des Guten. So auch der Geburt in die Geistige Welt. Deswegen bitten wir dich im Moment unseres physischen Todes. Und so will es auch ich tun:
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.
Danke, danke, danke Mutter Maria.
Danke, danke, danke Gott Vater, der du mir Mutter Maria geschenkt hast.
Danke, danke, danke Gott Vater, der du mir auch Jesus geschenkt hast.
Danke, danke, danke Gott Vater, der du mir auch immer wieder den Heiligen Geist gewährst.
Ich bin so reich beschenkt von dir, heiliger Vater...
DANKE UND AMEN