Dienstag, 13. Mai 2014

"Bittet und euch wird gegeben. Sprecht frei zu mir aus dem Herzen wenn ihr betet und ihr habt es quasi schon erhalten."

Jesus, das klingt für mich nach Zalando mit Rabattaktion für "Aus-dem-Herzen-Besteller".

Okay, wann hast du etwas nicht bekommen?

Im zarten Alter von 12 habe ich vor Gott um das Leben meines Pflegevatis gebetet. Und er hat es genommen. Da war meine Freundschaft mit Gott erstmal und für lange Zeit an einem jähen Ende.

Dein Herz war vereist.

Ja, das war es.

Was geschah dann?

Viel Gottloses, wie ich meinte. Ich habe mich doppelt verlassen gefühlt und mich dementsprechend habe ich mich benommen. Gottlos und verlassen.

Was geschieht gerade jetzt mit dir?

Ich bin nah an den Tränen. An den Tränen, von denen ich seinerzeit zuhauf vergossen habe. Jetzt sind es Tränen eines vergangenen Schmerzes. Es hat lange gedauert, aber ich habe zu Gott zurück gefunden und jetzt bin ich glücklich, das es meinem Pflegevati schon so lange so gut geht bei Gott.

Woher weißt du das?

Ich weiß es nicht. Ich fühle es. Und in meiner Wahrnehmung sagt er es mir.

Und das ist kein Schmuh...

Oh, Jesus... "Schmuh" war ein sehr typisches Wort in seinem Sprachgebrauch !!!

Lasse es dir zur Bestätigung gereichen, möge es dein Herz erfreuen.

Und wie das mein Herz erfreut . Unsagbar. Und ich spüre, dass er mich erwartet... Sich auch so sehr auf mich freut... Meine Freude ist unbeschreiblich. Ich bin jetzt wieder so voller Bestätigung und Dank, lieber Jesus. Ich danke dir und ihm aus tiefstem Herzen wie aus tiefster Seele !

Hast du noch immer das Gefühl, Gott hat dir etwas genommen?

Oh mein Gott, nein. Eher schäme ich mich jetzt. Er hat uns behütet und bewacht und Alles in seiner Macht stehende getan, meinem Pflegevati und auch mir, eine fūr uns sinnvolle Weiterentwicklung zu ermöglichen. Für mich hätte Nichts, aber auch nichts, in meinem Leben anders kommen sollen... Ich habe meine Seele gelebt, sie hat durch mich gelebt. Sie hat gesehen, gespürt und gelernt, was sie begehrte. Das spüre ich jetzt als tiefe Aussöhnung und Zufriedenheit.

Und das ist, was Gott für uns tut. Er nimmt Nichts hinweg und er fügt Nichts hinzu. Er nimmt das, was unsere Seele ist, unterstützt sie und begleitet sie.

Ich stelle mir das jetzt so vor:

Mensch hat Wünsche,
Seele hat Bedürfnisse.
Mensch kümmert sich um seine Wünsche,
Gott kümmert sich um die Bedürfnisse der Seele.

Ja und Nein. 

Ganz genau genommen bräuchtet ihr gar nicht zu beten. Denn Gott kennt uns insgesamt und weiß nicht nur ob wir Kartoffeln im Keller haben, sondern auch wie viele. Der wichtigste Punkt ist wohl jedoch jener:

Er weiß, ob wir überhaupt Neue brauchen. 

Oh, das ist spannend.

Nein, ist es nicht. Es ist einfach eine Art Naturgesetz. Es  gibt für jedes Unternehmen eine Person, die über ausreichend Kenntnisse verfügt um das Unternehmen zu leiten und zu führen. Vom Kleinsten bis in´s Größte. 

Und das Größte ist Gott.

Nein. Das Größte ist die Schöpfung. Gott hat die absolute Metaposition und somit als Einziger, Einziges, die Potenz, den Megakomplex Schöpfung komplett in Relation zu setzen, um Alles in ein sinnvolles, funktionierendes Miteinander zu versetzen. Würdet ihr nur eine Minute sehen und wissen, was ich von hier aus sehe und weiß, würdet ihr die Perfektion in Allem  erkennen und keinen Tag länger eure Schmähgebete sprechen. Ihr würdet Gott in seinem Bestreben um Einhaltung der Naturgesetze nicht einen Tag länger zu euren Wünschen und Vorstellungen hin beknien und ihn nie wieder als Observanten und / oder Regulanten der Naturgesetze in Frage stellen.

Wie viel Macht - Ohnmacht, Reichtum - Armut, Gesundheit - Krankheit, Gerechtigkeit - Ungerechtigkeit  für den Einzelnen, für Grupen und Gruppierungen, usw.: GOTT WEISS ES.

GOTT IST DER SINN.

Überlege doch nur einmal Eines: 
  • Bei so vielen Jahrtausende alten Gebeten um den Weltfrieden... Müsste er da nicht schon lang da sein?
  • Bei so vielen Gebeten um die schwerkranke Mutter der drei Kinder aus der Gemeinde... Warum erholt sie sich nicht?
  • Bei so vielen überregionalen Gebeten fūr den vermissten Jungen... Warum wurde er gequält und misshandelt tot aufgefunden?
 Nein, es gibt  leider nicht das eine Gebet, das uns nur oft genug, mit genügend Inbrunst gebetet, Gott unsere Wünsche aufzwingt. Vielmehr ist es  andersherum. Gott macht uns klar, wie wir uns an seine Naturgesete zu halten haben. Und das nicht, um uns seinen Willen aufzuzwzwingen, sondern um eine gewisse Balance, sowie ein gewisses, mögliches Erfahrungssprektum aufrecht zu  erhalten.

Und darin liegt auch und gerade die wunderschöne Erfahrung, dass er bis und mit in den Tod bei uns ist.