Sonntag, 4. Mai 2014

Der schwache Sehende und der starke Blinde. Ja, darüber wollten wir weiter sprechen. Also vorweg gesagt, Jesus: Ich sehe als Symbolik hinter "sehend" und "blind" im biblischen Kontext Folgendes:

Sehend = "Allgerechtigkeit" (die Ebene der Erkenntnis der uns übergeordneten Zusammenhänge)

Blind = "Selbstgerechtigkeit" (die Ebene der Misskenntnis der uns übergeordneten Zusammenhänge)

Und damit ist schon beinahe alles erklärt. Die Allgerechtigkeit, das Allsehende, ist bei Gott und einem Menschen kaum möglich. In Gänze dem Menschen schier unmöglich. Es gibt angenehme Mischformen von "gut-sehend" oder "halbblind" unter den Menschen. Jeder Versuch eines Menschen, allsehend oder allgerecht werden/sein zu wollen, führt allerdings in die Depression. In die Depression (Unterdrückung) von menschlichen Anteilen.

Kannst du uns den Punkt "stark-schwach" im Ganzen näherbringen?

Es ist menschlich, Attribute finden zu wollen. Der analytische Verstand möchte sortieren und verstehen. So geschieht es oft, das der Mensch, der in der Kraft Gottes lebt, von Anderen Menschen als schwach attribuiert ist, da ihm dieser Zugriff auf Kraft aus Gott als ein Mangel an eigener Kraft gedeutet wird. So derjenige, der ganz aus sich heraus lebt, oft als über die Maßen selbstbewusst und dadurch als stark wahrgenommen wird in der Menschenwelt.

Was bedeutet das für uns?

Zuspruch erhält ein Jeder eigentlich nur aus den eigenen Reihen und das ist gut so. Denn das fördert die Entwicklung auf beiden Seiten bis zu dem Punkt, an dem es zu einer durchaus wichtigen Erkenntnis kommt. Das jede Gruppe zu ihrem Thema im selben Boot sitzt. Der eine am Heck, der andere am Bug vielleicht, so mancher eher mittig. Im selben Boot in jedem Falle. Und die Gruppen treffen sich, das ist sicher. Gottes Versprechen an uns: Entwicklung und Lernen durch Polarität. 

Für mich war es irgendwann ein sehr erfolgreicher und wichtiger Lernschritt zu erkennen, das z.B. Stärke und Schwäche ein Boot sind mit Bug und Heck. 2 Endpunkte ein und desselben Thema´s. Und wenn ich am wenigsten Schwäche überhaupt zeigte, vermeintlich ganz sicher auf dem Vorderdeck stehend, ich mich genau damit selber am meisten schwächte.

In der Stärke liegt die Schwäche und in der Schwäche die Stärke. So wie alles sich gegenseitig bedingt.

Aber es ist nicht nur das. Es liegt auch und ebenso in der Gottesbegegnung. Die Menschen wollen ihm begegnen. Im Glauben oder im Unglauben. 

Lasst Gott Gott sein und euch Menschen menschlich und der Frieden ist in euch.


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