Mittwoch, 22. Januar 2014

So, und nun ist es soweit.

Ich spüre, das mein Platz nicht mehr hier ist. Der Krebs hat übernommen. Ich mag nur noch schlafen... mich zu dir träumen, Jesus... mein Platz im Hospiz ist vorgemerkt. Seit einiger Zeit bereits wechselt sich dieses Gefühl ab: Einerseits das pralle Leben zu spüren und im nächsten Moment zu meinen, mit einem Bein schon drüben zu sein. Momentan dominiert letzteres, meinem Körper fehlt jegliche Kraft.

Ich bringe ein weiteres Mal mein Leben vor dich, mein geliebter Bruder Jesus. Kann ich es sagen, das ich mich auf dich freue? Das ich mich darauf freue, den Weg zu dir und mit dir zu gehen?

Ich frage mich, wie meine Worte auf meine Jungs wirken... Das ich nun voller Freude bereit bin für mein kommendes Dasein... unserer wundervollen Verheißung folgend, Bruder Jesus...

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Der Tod ist nichts, ich bin nur in das Zimmer
nebenan gegangen. Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für Euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Gebraucht nicht eine andere Redensweise,
seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam
gelacht haben.
Betet, lacht, denkt an mich, betet für mich
damit mein Name im Hause gesprochen wird,
so wie es immer war,
ohne besondere Betonung, ohne die Spur des Schattens.
Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchschnitten.
Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg,

nur auf der anderen Seite des Weges.

Das ist die Antwort. Die Antwort auf alle deine Fragen. Ebenso die Antwort auf alle Fragen deiner Jungs. Ihr erhaltet euch eine lebendige Beziehung. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Gottes Güte ist unermesslich und sie wird all´ eure familiären Beziehungen durchdringen. Mehr als zu deinen Lebzeiten hier. Durch dein Sterben hier öffnet sich eine Art Bewusstsein für Gott und seine Güte, das vorher nicht vorhanden war. Bei niemandem von euch. 

Das ist Gottes Wunsch für jeden von euch und ich bin da,  für jeden von euch.


Danke, mein geliebter Bruder. DANKE.